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Veränderung |
Datum/Zeit |
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126,60 € |
+5,60 € |
+4,42 % |
17.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006335003 |
633500 |
- € |
- € |
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Krones Zyklik in 2009 unterschätzt 15.12.2011
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von Krones (ISIN DE0006335003 / WKN 633500) unverändert mit dem Rating "verkaufen".
Nach einem starken Auftaktquartal mit einer Marge von 5,7% sei diese stetig zurückgegangen, getrieben durch einen starken Aufbau der Mitarbeiterzahl (+607 Mitarbeiter bzw. +5,7% yoy), um Ressourcen für die seitens des Managements prognostizierten Umsatzziele vorzuhalten. Im Q3 sei zudem der Auftragseingang qoq mit -18% überraschend stark zurückgegangen. Teils sei der Rückgang mit saisonalen Effekten zu klären, teils könne dies aber auch einer nachlassenden Dynamik geschuldet sein.
In der letzten Wirtschaftskrise seien die Umsätze der Krones AG um rund 22% gesunken, was angesichts relativ stabiler Endmärkte sehr überraschend gekommen sei. Das EBIT habe sich von 158 Mio. EUR auf -30 Mio. EUR reduziert. Ein Grund dafür sei gewesen, dass in 2009 nahezu alle Unternehmen ihr Capex deutlich reduziert hätten. Ein anderer sei gewesen, dass investitionswillige Unternehmen kaum Kredite für die meist teuren Anlagen bekommen hätten (rund 5 Mio. EUR für eine Abfülllinie).
Bis 2015 erwarte Krones im Basis-Szenario einen Umsatz von 3,15 Mrd. EUR (CAGR: 6,5%) und im besten Fall sogar von 3,45 Mrd. EUR (CAGR: 9,0%). Neben intakter sozialer und demographischer Rahmenbedingungen (steigender Wohlstand in den Emerging Markets; Bevölkerungswachstum) sollten die Ausweitung der Produktpalette in das mittlere Leistungssegment sowie der Ausbau des Komponentengeschäfts den Umsatz vorantreiben.
Angesichts der aktuellen Konjunktur würden den Analysten diese Ziele aber ambitioniert erscheinen. 2009 habe gezeigt, wie anfällig Krones für konjunkturelle Schwächephasen sein könne. Für 2012 erwarte der Vorstand eine EBT-Marge von 7,0%. Treiber dafür sollten das Umsatzwachstum, niedrigere Einkaufspreise z.B. bei Elektronikkomponenten und die erfolgreiche Integration der neuen Mitarbeiter sein.
Die Analysten würden für 2012 nur ein Umsatzwachstum von 2% erwarten. Bedingt durch überproportional wachsende Personalkosten würden sie nicht erwarten, dass Krones in 2012 eine EBT-Marge von 7,0% erreichen werde. Eine Verbesserung gegenüber 2011 würden die Analysten der Gesellschaft aber zutrauen.
Auch wenn der Gesellschaft traditionell höhere Multiples als anderen deutschen Maschinenbauern zugesprochen würden (KGV im historischen Durchschnitt: 14,0x), so würden die Analysten die aktuelle Bewertung nicht als besonders günstig (KGV2012: 12,5x) ansehen. Sollte es entgegen ihren Erwartungen zu einem größeren wirtschaftlichen Abschwung kommen, würde Krones darunter ihres Erachtens operativ vergleichsweise stark leiden.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Krones-Aktie nach wie vor mit dem Rating "verkaufen" ein. Das Kursziel werde weiterhin bei 34,00 EUR gesehen. (Analyse vom15.12.2011) (15.12.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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